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LVLS

Legasthenie – LRS

Allgemein

Legasthenietraining

In Deutschlands Schulen ist verstärkt das Thema Legasthenie in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt worden. Wurde in früheren Jahrzehnten diese Lese- und Rechtschreibstörung häufig mit der Faulheit von Schülern begründet, sind wir heute wesentlich weiter. Neben Gründen, die in der Genetik liegen, sind es auch neurologische Phänomene, Wahrnehmungs- und Blickfunktionsstörungen sowie Ursachen, die in der häuslichen Lesesozialisation liegen. Bei Auftreten der Legasthenie sollte diese sofort kompetent behandelt werden, da die Schüler in späteren Jahren oftmals nicht mehr den Anschluss schaffen und sich Konsequenzen für Schule und Beruf ergeben.

Typische Phänomene bei Lese- und Rechtschreibstörung

Schüler, die unter einer Legasthenie leiden, lesen oftmals sehr langsam, stocken im Redefluss und lassen einzelne Wörter, Silben oder Buchstaben komplett aus. So wird der Text nur teilweise wiedergegeben. Zu den Problemen beim Lesen kommt dann eine hohe Fehlerzahl bei ungeübten Diktaten hinzu. Auffällig ist dabei, dass ein identisches Wort von den Schülern im gleichen Text auf unterschiedliche Arten geschrieben werden kann. In besonders gravierenden Fällen ist außerdem die Handschrift nur schwer zu lesen, Buchstaben sind nicht immer zu erkennen und die Linienbegrenzungen werden nicht immer eingehalten.

Maßnahmen bei Legasthenie

Vor der Förderung steht zunächst eine kompetente Diagnostik. Da nicht alle Schüler identische Fehler machen und die Legasthenie unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann, ist dies ein erster entscheidender Schritt. Bei der individuellen Therapie muss man auch die möglichen Ursachen in den Blick nehmen. Deshalb spricht man von einer Symptom- und Ursachentherapie. Zusätzlich bietet sich eine psychologische Therapie an, wenn Kinder bereits sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben und ihr Selbstbild entsprechend negativ konnotiert ist. Bei der Arbeit an den Symptomen ist es gleichfalls wichtig, ein gesundes Maß an Übungen heranzuziehen. Da diese Schüler bereits viele Misserfolge erlebt haben, wäre ein hoher Übungsanteil kontraproduktiv, da sich Misserfolge wiederholen und sich im Selbstbild verfestigen können. Da die Schüler schon beim Auffinden der Zeile Probleme haben, empfiehlt sich beispielsweise ein Leselineal, das über die jeweilige Zeile geführt wird. Daneben empfehlen sich wiederkehrende Lautübungen. Wörter werden so Laut für Laut wiedergegeben und dann zusammengesetzt. Je nach Ursache der Legasthenie werden aber auch Hörhilfen eingesetzt, die die Umgebungsgeräusche im Klassenzimmer reduzieren und die Stimme des Lehrers besonders intensiv abbilden.

Rechtliche Hilfen bei legasthenen Schülern

Da Bildung in unserer Gesellschaft eine elementare Rolle zukommt, müssen legasthene Schüler besonders geschützt und unterstützt werden. So werden den Schülern Zeitzuschläge bei schriftlichen Arbeiten eingeräumt, aber auch spezielle Fördermöglichkeiten angeboten. Bei finanzschwachen Eltern wird außerdem durch das Kinder- und Jugendhilfegesetz die Bezahlung außerschulischer Legasthenietherapien gesichert. Denn auch legasthene Schüler sollen entsprechend ihren Anlagen und Möglichkeiten gefördert werden.